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Kemnader Burglauf 2018
Sonntag, 26. August 2018

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Viele Sternstunden beim 3. Kemnader Burglauf 2008

Viele Sternstunden beim 3. Kemnader Burglauf 2008

„Ich kam zur Welt – alles schien normal – ich lernte laufen und Fahrrad fahren – jetzt muss ich lernen mit meiner Krankheit umzugehen … bald schon einen Rollstuhl zu lenken – irgendwann muss ich beatmet werden – ich muss jung sterben. Ich habe Duchenne Muskeldystrophie.“

Wer seinen Rechner aktiviert und das Internet nutzt, erfährt auf der Seite www.benniundco.de mehr über das schlimme Schicksal von Jungen, die unsere Hilfe brauchen. Die ökonomisch so stark aufgestellte Humanmedizin incl. Pharmaindustrie zeigt den betroffenen Jungen nach wie vor die kalte Schulter. Wie verträgt sich dieser Zynismus, diese emotionale Kälte mit unserer doch so sehr gerühmten „abendländischen Kultur“? Ich finde einfach keine Antwort.

Also sammeln die Aktivisten von benni&co –in erster Linie die Eltern- seit vielen Jahren jeden Cent und finanzieren damit Forschung. Sie werden von der Hoffnung getragen, dass eine Heilung dieser Krankheit möglich ist.

Wer seine Nervenzelle „Mensch“ ausgebildet und aktiviert hat, begleitet und unterstützt benni&co. Wir Riemker sind mit wachsender Beteiligung seit vier Jahren dabei – helfen mit Zeit und Ideen und unterstützen nach Kräften den Kemnader Burglauf.

Am letzten Sonntag war es wieder soweit. Strahlender Sonnenschein begleitete die Frühaufsteher. Die Laufstrecke wurde präpariert, die Verpflegungsstationen besetzt und innerhalb der Burgmauern werkelten Frauen und Männer für das bunte und fröhliche Rahmenprogramm. Bühne, Technik, Verkaufstände, Zeitmessanlage, Tombola, Spielbereiche für die Kleinen, Gastronomie u.v.a.m. präsentierten sich pünktlich den Aktivisten, die um 11.00 Uhr den Halbmarathon meistern wollten.
Schlag auf Schlag rollte das Laufprogramm. Rund um den See kämpften unsere Streckenposten mit den vielen Besuchern der Parallelveranstaltungen in Oveney und Heveney – die eine oder andere Boxeinlage konnte nur mit Mühe vermieden werden. Alles ging gut – innerhalb der Wasserburg Kemnade feierten alle Beteiligten ein harmonisches Familienfest. Klar, der sportliche Aspekt war schon wichtig, die typischen Diskussionen rund um das warme Wetter, die Waden und die Zeit müssen einfach sein. Doch schnell sprang der Funke über – es gab ja einen Sinn, warum man/frau an den Start ging. Drei mir eilig zugerufene Sätze eines Kollegen sagen „fast“ alles: … nächstes Jahr bitte Krahneberger an den Verpflegungsstationen ausgeben … alles toffte, wunderbar … komme nächstes Jahr wieder.

Zufrieden waren auch die Riemker Läuferinnen und Läufer. Unsere Lauf- und Walkinggruppen waren gut „zu Fuß“. Auch einige Handballkinder rannten um den See und um die Burg … für einen guten Zweck. Um 21.00 Uhr war der Burghof wieder geräumt und ein kleiner müder Haufen bedankte sich gegenseitig für einen schönen Tag … für viele kleine Sternstunden von Menschlichkeit. Der Alltag wird uns überrollen und damit das Schicksal der Jungen an den Rand unserer Aufmerksamkeit drängen. Wer sich dagegen wehren möchte, der kann ja die o.a. Webadresse aufrufen und sich über den Kemnader Burglauf hinaus engagieren.

Ich verspreche es: Sie werden ganz liebe und nette Menschen kennen lernen – Sie werden auf tapfere und mutige Jungen treffen, die mit ihren Eltern gegen eine Krankheit kämpfen – Sie werden Ihrem Leben etwas Sinn stiften.

Liebe Riemker – Ihr seid großartig! Wir zählen auch im kommenden Jahr auf euch! Alfred Schieske

 
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