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Kemnader Burglauf 2018
Sonntag, 26. August 2018

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Laufen für die Forschung

„Im Großen und Ganzen ist es eine Benefiz-Veranstaltung“, sagt Veranstalterin Silvia Hornkamp über den 6. Kemnader Burglauf. „Aber viele Teilnehmer suchen natürlich auch die sportliche Herausforderung.“

Ziel der Veranstaltung ist seit sechs Jahren die Hilfe für muskelkranke Kinder. „Von der Krankheit Duchenne Muskeldystrophie sind in Deutschland etwa 3000 Kinder betroffen und zwar ausschließlich Jungen“, erklärt Silvia Hornkamp. Sie ist Geschäftsführerin der „aktion benni & co“, die sich für betroffene Kinder und ihre Familien einsetzt. „Bei dieser unheilbaren Krankheit bauen sich die Muskeln ab, die Krankheit verläuft tödlich, da neben Arm- und Bein- auch Herz- und Lungenmuskulatur angegriffen werden.“ Die Lebenserwartung erkrankter Kinder sei daher nicht sehr hoch.

Der Erlös aus den Burglauf-Einnahmen, Getränke- und Kuchenverkäufe sowie die Startgelder der Sportler, fließen in die Hilfen für die Kinder: „Wir möchten die Forschung vorantreiben und den Betroffenen Beratung und Informationen bieten.“ Lauf-Betreuer, Organisatoren und Verkäufer arbeiten beim Burglauf zudem ehrenamtlich.

„Die Anmeldezahlen für die Läufe sind hoch“, freut sich Hornkamp über das Interesse am Burglauf. Viele Teilnehmer kämen bereits seit Jahren, andere reisten sogar aus Holland oder Norddeutschland an. Am Vormittag starten 298 Läufer den Halb-Marathon, „beim Zehn-Kilometer-Lauf werden die Teilnehmerzahlen ähnlich hoch sein und bei den Walkern haben wir bisher 60 Voranmeldungen“, erklärt Hornkamp.

Besonders die Familien muskelkranker Kinder sehen den Kemnader Burgenlauf als Möglichkeit „etwas zu tun“. So auch Sabine Wedel, Mutter eines kranken Sohnes und ehrenamtliche Helferin beim Burglauf: „Für mich ist die Veranstaltung eine Chance, wirklich zu helfen und Geld für die Forschung zu sammeln.“ Zudem treffe sie andere Mütter, könne sich mit diesen über Probleme und Sorgen austauschen. „Leider können wir nicht alle Betroffenen erreichen“, weiß Silvia Hornkamp, „aber dieser Lauf ist schon einmal ein Hoffnungsschimmer.“

 

Hattingen, 28.08.2011, Julia Benkel, www.derwesten.de

 
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